Vitalstoffe




Der menschliche Körper benötigt für die Gesundheit des Organismus Mikronährstoffe, die auch als Vitalstoffe bezeichnet werden.
Leider erhält unser Körper in der heutigen Zeit oft nicht mehr genug von diesen so wichtigen Mineralstoffen. Diese müssen dem Körper dann durch hochwertige Nahrungsergänzungsmittel zugeführt werden.
Dadurch können Mangelerscheinungen verhindert werden. Mitunter kann man durch eine bewusste Zuführung von Mineralstoffen sogar Krankheiten vorbeugen.

Eine Auswahl der wichtigsten Mineralstoffe mit ihren Wirkmechanismen und Aufgaben haben wir Ihnen zur Information bereitgestellt.
Bei uns finden Sie eine Auswahl hochwertiger Nahrungsergänzungsmittel. Wir beraten Sie gerne bei der Auswahl der richtigen Produkte.

Calcium

Vitalstoffe - Calcium


Für Knochen und Zähne ist Calcium unerlässlich!

Calcium stellt mit etwa 1 kg die größte Mineralstoffmenge im Körper dar, fast alles wird zur Stabilisierung in Knochen und Zähnen eingelagert. Nur 1% findet sich frei im Blut und in diversen anderen Organen.
Desweiteren dient es als "Türsteher" für Körperzellen und entscheidet an den Transportkanälen, welche Substanzen in eine Zelle dürfen und welche nicht. Ist also der Calciumgehalt exakt richtig, haben giftige Schwermetalle, wie z.B. das Quecksilber aus dem Amalgam der Zähne keine Möglichkeit, in eine Zelle einzudringen.
Dies ist mit ein Grund, warum manche Menschen unter den schädlichen Auswirkungen von Schwermetallen leiden, andere dagegen überhaupt nicht.
Ferner ist Calcium für Weiterleitung von Nervenimpulsen nötig. Es ist an der Blutgerinnung beteiligt und hat Einfluß auf viele andere wichtige Stoffwechselvorgänge, wie die Ausschüttung der Schilddrüsenhormone und des Insulins oder die Muskelkontraktion.

Gesteuert wird die Verteilung zwischen Knochen, Blut und Zellen durch die Hormone der Nebenschilddrüse, Calcitonin und Parathormon; Einfluß haben auch Östrogene und Vitamin D3. Bestimmungen des Calciumgehaltes aus dem Blut sind wenig aussagekräftig, da der Körper versucht, den Gehalt hier möglichst gleichbleibend zu halten.
Viel früher, meist noch vor Auftreten krankhafter Veränderungen, erkennt man mit unserer Langzeit-Haar-Mineral-Analyse Verschiebungen im Ca-Haushalt und kann so maßvoll gegensteuern.

Erwachsene benötigen täglich wenigstens 500 mg Calcium, die empfohlene Zufuhr liegt bei ca 1000 mg/Tag. Für Jugendliche in der Wachstumsphase, für Schwangere und Stillende und für Frauen nach den Wechseljahren sollte die tägliche Menge an Calcium auf bis zu1200 mg gesteigert werden, um Mangelerscheinungen zu vermeiden. Diese zeigen sich durch erhöhte Allergieneigung, durch schmerzhafte Muskelverspannungen hin bis zu Krämpfen, Nervosität, Schlafstörungen, Menstruationsbeschwerden und langfristig durch erhöhte Knochenbrüchigkeit (Osteoporose), schlechte Zähne und in ungünstigen Fällen auch Herzrhythmusstörungen und erhöhter Blutdruck.

Reich an Calcium sind Milch und Milchprodukte, Samen und Nüsse, Hefe und einige Getreidearten. Gefördert wird die Aufnahme durch Vitamin D3 und durch einen sauren pH-Wert im Magen.
Verschlechtert wird die Ca-Aufnahme durch fette Speisen, Oxalate (z.B. Spinat), Aluminium und Phosphate (siehe dort), die mit dem Calcium eine unlösliche Verbindung eingehen.
Weit verbreitet ist leider auch das Problem der Verdauungs- und Aufnahmestörungen im Magen- und Darmtrakt mit Darmentzündungen, Bauchspeicheldrüseninsuffizienz und Nahrungsmittelallergien. Die Calciumaufnahme kann bereits bei harmlosen Beschwerden, wie Völlegefühl oder Blähbauch stark verringert sein; ebenso verringert Streß durch seine Hormonbeteiligung mit Adrenalin und Cortisol den Calciumhaushalt.
Sinnvolle Ergänzungen können auch mit gut verwertbaren Calcium-Brausetabletten durchgeführt werden.
Wir empfehlen die Zufuhr vor allem für Kinder mit Milchunverträglichkeit und für Frauen während und nach den Wechseljahren, die Fähigkeit Calcium aus der Nahrung aufzunehmen und zu verwerten, sinkt mit zunehmendem Alter. Verantwortlich dafür sind hormonelle Veränderungen und eine verminderte Magensäureproduktion. Oft genügt eine Erhöhung des Calciumangebots daher alleine nicht mehr, vielmehr müssen unterstützende Maßnahmen zusätzlich für eine Resorptionsverbesserung sorgen.

Magnesium

Vitalstoffe - Magnesium


Magnesium beteiligt sich ähnlich wie Calcium am Aufbau von Knochen, Zähnen und Sehnen.
Es ist unentbehrlich für die Informationsübertragung der Nerven und für die Arbeit der Muskulatur.
Als Partner von über 300 Steuerungssubstanzen greift es nahezu überall in den Stoffwechsel ein, obwohl nur etwa 25 Gramm in unserem Körper vorhanden sind.
Magnesium hemmt die Blutgerinnung, schützt vor Thrombosen und Infarkten. Es wird bei Stresssituationen vermehrt benötigt, hilft die körpereigene Abwehr zu mobilisieren, vermindert Nervosität, beugt Muskelverspannungen und Krämpfen vor, senkt den Blutdruck und verringert Anzahl und Schwere von Migräneattacken.

Nach neueren Untersuchungen benötigt ein Erwachsener ca. 300 mg Magnesium pro Tag. Während Stressperioden, bei regelmäßigem Alkoholkonsum, bei Schilddrüsenerkrankungen und bei Mineralverlusten durch starkes Schwitzen (Sport, Sauna) sollte die tägliche Zufuhr auf 400-450mg gesteigert werden, doch sollte auch hier auf ein ausgewogenes Verhältnis speziell zu Calcium und Zink geachtet werden.

Wie beim Calcium kann auch ein schleichendes Magnesiumdefizit mit normalen Blutbildkontrollen nicht zuverlässig bestimmt werden. Auch hier versucht der Körper zunächst Mangelerscheinungen dadurch auszugleichen, dass aus Zellen, Knochen und dem Gewebe Magnesium abgezogen wird. Erst viel später treten messbare Mängel im Blut auf. Vollwertige Getreideprodukte, Gemüse, Nüsse, Sojabohnen, Milch und Milchprodukte sind gute Magnesiumlieferanten. Allerdings vermindert die industrielle Verarbeitung und die Massenproduktion auf ausgelaugten Böden den Gehalt oft dramatisch.
Wir empfehlen bei erhöhtem Bedarf oder nicht vollwertiger Ernährung eine ergänzende Zufuhr von Magnesium in Tablettenform, eventuell ergänzt durch einen Vitamin B1 und B6-Zusatz, um die Aufnahme im Körper zu optimieren.

Wissenswert: Da die meisten Herzinfarktpatienten unter Magnesium-Mangel leiden, wird Magnesium zur Vorbeugung gegen Herzinfarkte sehr erfolgreich eingesetzt. Schützen Sie sich und Ihre Familie durch eine optimale Magnesiumversorgung.

Wir beraten Sie gerne über Menge, Dosierung und Produkte.

Natrium

Vitalstoffe - Natrium


Natrium regelt die Wassermenge außerhalb der einzelnen Zellen und steuert den Säure-Basen-Haushalt mit seinen weitreichenden Folgen im Stoffwechselgeschehen.
Es beeinflusst die Aufnahme von Zucker und Eiweißbausteinen in die Zellen und ist nötig für die Reizleitung in Nervenbahnen und Muskeln. Natrium arbeitet Hand in Hand mit Kalium, so dass nicht nur der einzelne Wert wichtig ist, sondern das Verhältnis der beiden zueinander.

Der Mindestbedarf liegt bei etwa 500 mg/Tag, wünschenswert ist eine Zufuhr an Natrium von 2-3 Gramm jeden Tag. In der Praxis wird dieser Wert häufig deutlich überschritten, sind doch alle Wurstwaren, nahezu alle Käsesorten, ja sogar industriell gefertigte Brot- und Backwaren, Chips, Kräcker, Mineralwässer und Fertigspeisen mit "Salz" versetzt. Natrium ist chemisch gesehen das Kation des Natriumchlorids, besser bekannt unter dem Namen Kochsalz.

Sparsamer Umgang mit dem Salzstreuer, sinnvolle Auswahl von Fertigprodukten und Wurstwaren kann eine deutlich Verminderung der meist hohen Salzzufuhr bewirken.


Kalium

Vitalstoffe - Kalium


Kalium ist der Gegenspieler vom Natrium.
Finden wir Natrium hauptsächlich ausserhalb der einzelnen Körperzelle, so ist Kalium der direkte Gegenspieler innerhalb der Zellen. Beide zusammen regeln den Wasserhaushalt, stabilisieren das Säure-Base-Gleichgewicht und regeln die Verbindung zwischen Nervenbahnen und Muskeln.
Kalium hat auch einen maßgeblichen Einfluss auf die Herztätigkeit.
Ein Mangel an Kalium, aber auch ein erheblicher Überschuss an Natrium zeigt sich durch Ödeme (Wasseransammlungen), Muskelschwäche, Verstopfung, Darmträgheit, Herz-Rhythmus-Störungen, Nervosität mit schneller Ermüdung und niederen Blutdruck.

Das Auftreten solcher schwerwiegenden Fehlsteuerungen im Körper kann durch die frühzeitige Erkennung mittels der Haar-Mineral-Analyse sicher vermieden werden, im Gegensatz zur Serumblutanalyse, die latente Mängel durch den geringen Kaliumgehalt im Blut nicht, sondern erst gravierende Mängel unter 3,5 mval/l anzeigt.
Bei Kaliummangel ist auch die Umwandlung von Speicherzucker (Glykogen) in Blutzucker (Glucose) und umgekehrt beeinträchtigt, so dass sehr schnell Erschöpfungszustände eintreten können und es zur Unterzuckerung (Hypoglykämie) kommen kann.

Um diese lebenswichtigen Funktionen aufrecht zu erhalten, benötigt unser Körper täglich etwa 1000 mg Kalium. Bei körperlichen Anstrengungen, bei Sport und durch starkes Schwitzen – auch in der Sauna – kann der Bedarf zeitweise bis 4000 mg ansteigen.

Zur Deckung dieses Bedarfs müssen wir kaliumhaltige Nahrungsmittel bevorzugt essen: Gemüse, Obst und Nüsse.


Phosphor

Vitalstoffe - Phosphor


Phosphor und die Phosphorsalze (Phosphate genannt) sind die wichtigsten Energieüberträger im Zellstoffwechsel. Ohne sie könnten wir die Energie, die wir aus der Nahrung gewinnen, nicht in Muskelarbeit umsetzen.
Auch in jeder Zelle und in jeder Zellmembran sind Phosphate als Bausteine enthalten.
Bausteine der Erbinformation, Gehirnmasse und Nervenleitungen benötigen Phosphor als Bausubstanz. Gespeichert haben wir unseren Vorrat zu fast 90 % in den Knochen und den Zähnen, nur eine Kleinstmenge zirkuliert im Blut. Erst bei Bedarf wird Nachschub aus den Speichern aktiviert.

Phosphor findet sich in fast allen Lebensmitteln, wobei er meist gleichzeitig mit Calcium und Eiweiß auftritt, so wie im Käse, in Fleisch, Nüssen, Getreide und Hefe. Aber auch bei der industriellen Herstellung oder Verarbeitung von Lebensmitteln wird kräftig zugesetzt, eine lange Liste von E-Nummern verdeutlicht dies (E 338-341 und 450).
Fast alle Lebensmittel sind mit irgendwelchen Phosphorsalzen versetzt. Eine Unterversorgung ist hier nahezu ausgeschlossen, ja im Gegenteil, die durchschnittliche Tagesaufnahme ist meist um 50% erhöht.
Viel mehr Aufmerksamkeit sollten wir daher der zu hohen Zufuhr von Phosphaten schenken, vor allem bei Kindern und Jugendlichen. Calcium und Phosphate müssen immer in nahezu gleichen Mengen zugeführt werden, damit ein stabiles Gleichgewicht erhalten bleibt.

Führen wir einen Überschuss an Phosphaten zu, bindet dieses Calcium, das dann für den Knochenaufbau, für die gesunde Entwicklung der Zähne nicht mehr zur Verfügung steht. Wieviele Kinder gibt es aber, die sich zwar viel Phosphate durch Cola zuführen, die Calciumversorgung (Milch) aber vernachlässigen? Als eine Ursache für das immer häufiger auftretende Hyperaktivitätssyndrom bei Kindern sieht die Wissenschaft heute stark erhöhte Phosphatspiegeln an!
Auch bei Senioren, die von Osteoporose (Knochenbrüchigkeit) geplagt sind, muss man immer wieder auf eine gute Calciumversorgung hinweisen, bei gleichzeitiger Reduktion von Phosphaten denn – merke: Phosphate sind Calciumräuber.


Chrom

Vitalstoffe - Chrom


Der Gesamtbestand des Menschen an diesem Spurenelement beträgt zwar nur etwa 2 Milligramm. Chrom ist wesentlich für eine reibungslose Zucker- und Kohlenhydratverwertung verantwortlich, da es ein wichtiger Bestandteil des Glukose-Toleranz-Faktors ist. Fehlt Chrom, dann ist der Insulinnachschub behindert und die Verstoffwechslung von allem Süßen wird mangelhaft.

Bei nicht-insulinpflichtigen Zuckerkrankten verbessert eine erhöhte Zufuhr von Chrom meist deutlich die Blutzuckerwerte. Da Insulin und sein Gegenspieler Glukagon auch den Fettspiegel (Triglyceride, Cholesterin) im Blut beeinflußt, wird eine unzureichende Chromzufuhr auch für erhöhte Blutfettwerte und Arteriosklerose mitverantwortlich gemacht. Käse, Fleisch und echte Vollkornprodukte, Nüsse, Honig und schwarzer Tee sind natürliche Chromlieferanten. Leider kann der Körper nur eine sehr geringe Menge Chrom pro Tag aufnehmen, so dass eine gleichmäßige, aber langfristige Zufuhr wichtig ist.

Der Normalbedarf liegt zwischen 50 und 200 µg/Tag, abhängig vom Süßigkeitenkonsum. Alterszucker und Arteriosklerose sind typische Krankheiten der hochzivilisierten Länder, deren industriell gefertigte, stark zuckerhaltige Kost einen geringen Chromgehalt aufweist und gleichzeitig aber auch mehr Chrom verbraucht. Ein Teufelskreis. Deshalb hier unsere Liste der Lebensmittel mit hohem Chromgehalt:
  • Käse 95,0
  • Weizenvollkornbrot 49,0
  • Kakoapulver 60,0
  • Weißbrot 37,0
  • Mais (ganzes Korn) 32,0
  • Blütenhonig 29,0
  • Roggen 25,0
  • Kartoffeln 30,0
  • Schwarzer Tee 110,0
alle Angaben in µg/100 g Lebensmittel unverarbeitet. Bei gestörter Glucosetoleranz (z.B. Alterszucker) oder bei nachgewiesenem Chrommangel empfehlen wir eine mindestens zweimonatige Chromsubstitution zum schnelleren Ausgleich des Defizites.


Mangan

Vitalstoffe - Mangan


Jahrelang vernachlässigt, hat sich die Forschung in den letzten Jahren dieses Spurenelementes intensiv angenommen. Heute erkennt man, dass Mangan aktivierend auf viele Enzyme wirkt. Es wirkt als Katalysator, sagen Biochemiker. Auf diese Weise beeinflußt es die Knorpelbildung und wirkt regulierend auf den Fett-, Kohlenhydrat- und Eiweißstoffwechsel.

Auffallend ist auch, dass Allergiker und Asthmapatienten oft einen deutlichen Mangel an Mangan aufweisen. Erhöhte Calcium-, Phosphat- und Eisenwerte verringern die Manganaufnahme aus dem Dünndarm! Mangansubstitution muss langfristig über mindestens 6 Monate erfolgen, denn eine Normalisierung – dies zeigen Kontrollanalysen – erfolgt nur sehr langsam.

Das manganhaltige Enzym Superoxiddismutase spielt eine essentielle Rolle beim Schutz unserer zellulären Energiekraftwerke, der Mitochondrien, vor hochreaktiven, giftigen Substanzen, den sog. Freien Radikalen. Manganmangel wird deshalb in Verbindung gebracht mit Arthrose, entzündlichen Gelenk- und Organerkrankungen sowie Störungen im Zuckerstoffwechsel.

Auch Krebserkrankungen scheinen mit Manganmangel im Zusammenhang zu stehen, da in Tumorzellen die entgiftende Superoxiddismutase (SOD) nicht oder kaum nachweisbar ist.


Eisen


Von den 5 g Eisen im Körper eines Erwachsenen befindet sich der größte Teil im roten Blutfarbstoff Hämoglobin.
Die deshalb sogenannten "Roten Blutkörperchen" transportieren den in der Lunge aufgenommenen Sauerstoff zu den Zellen und entsorgen das entstandene Kohlendioxid durch Rücktransport. Dieser Mechanismus und die Beteiligung an anderen Stoffwechsel- und Immunreaktionen macht das Eisen zu einem lebenswichtigen Mineral.

Der Bedarf an Eisen beträgt durchschnittlich 1 mg/Tag. Jedoch muß man bei der Berechnung einer Tagesdosis folgendes berücksichtigen: Unser Körper kann leider nicht alles mit der Ernährung angebotenes Eisen aufnehmen, lediglich 10% werden resorbiert. 12mg/Tag für Männer und 18 mg/Tag für Frauen sind daher das Mindestmaß an Eisen. Geringere Mengen oder starke Blutverluste, Störungen im Magen-Darm-Bereich, aber auch chronische Entzündungen sind oft die Ursachen für den weitverbreiteten Eisenmangel.

Als logische Folge zeigt sich die Sauerstoffversorgung eingeschränkt, Müdigkeit, rascher Leistungsabfall und Lustlosigkeit sind die Folgen.
Fleisch, hier insbesondere Innereien wie Leber und Herz, Hülsenfrüchte, Schalenfische, Geflügel, Nüsse, Vollkorn, Weizenkeime, Eigelb und grünes Blattgemüse sind unsere Hauptlieferanten für das so dringend benötigte Eisen.
Sehr gut geeignet zum Auffüllen der Eisendepots sind auch medikamentöse Gaben von Eisensalzen, die kombiniert mit Vitamin C oder gebunden an spezielle Aminosäuren deutlich besser vom Körper aufgenommen und verwertet werden. Im Gegensatz zu den meisten hier besprochenen Spurenelementen kann Eisen auch sehr gut aus dem Blutbild bestimmt werden.

Vor einer Eisensubstitution sollte der Blut-Eisenwert bestimmt werden, denn erhöhte Eisenwerte können auch als Starter der Freien-Radikal-Bildung fungieren und werden in neueren Studien mit erhöhten Herzinfarktraten in Verbindung gebracht.


Kupfer

Vitalstoffe - Kupfer


Licht und Schatten, Nutzen und Schaden liegt beim Kupfer sehr eng beisammen. Dringend benötigen wir circa 2 mg Kupfer pro Tag für die Sauerstoffversorgung des Körpers (zusammen mit Eisen), für eine gut funktionierende Immunantwort bei drohenden Infektionen und zur Verbesserung der geistigen Aktivitäten.

Nehmen wir aber zuviel Kupfer auf, beispielsweise mit dem Trinkwasser, so kehrt sich der positive Effekt schnell um: Hyperaktivität bei Kindern, Schlaflosigkeit, Bluthochdruck, Depressionen und chronisch-degenerative Krankheiten können die Folge sein.

Dreißig Prozent unseres Gesamtkörperkupfers von etwa 75 mg befindet sich in der Leber, wo es in eine Vielzahl von Enzymen eingebaut wird. Wichtig sind u.a. die Superoxiddismutase und die Katalase, zwei Enzyme, die die schon erwähnten Freien Radikale entgiften. Zink- und Kupfermangel können zu mangelnder Aktivierung der Schilddrüsenhormone führen.
Die Schwermetalle Blei, Cadmium und Quecksilber sowie zuviel Zink oder Vitamin C können ebenfalls zu Kupfermangel führen.

Wichtig für Kinder: Erhöhte Kupferwerte im Trinkwasser von Selbstversorgern führten Ende der 80er Jahre zu gut 2 Dutzend Fällen von Leberzirrhose bei Säuglingen, die in der Hälfte der Fälle tödlich endete.

Wichtig für Frauen: Die dauernde Zufuhr von Östrogen, wie bei der Einnahme der Pille, kann Kupferwerte erhöhen und so zu emotionalen Störungen führen. Auch während einer Schwangerschaft steigt der Kupfergehalt zum Teil beträchtlich an. Kupferbelastete Patientinnen sind deutlich stressanfälliger, neigen zu Depressionen und Stimmungsschwankungen, sie gelten als leicht reizbar.

Nahrungsmittel mit hohen Kupfergehalten sind Austern, Leber, Krabben, Nüsse, Sojabohnen, Weizenkeime, Schokolade (!), Kaffee und Schwarztee.

Zink ist der natürliche Gegenspieler des Kupfers und läßt sich sehr gut zur Reduktion erhöhter Kupferspiegel benützen.


Zink

Vitalstoffe - Zink


Zink ist ein Aktivator unseres Immunsystems. Es aktiviert und stärkt unsere Abwehrkräfte.

Vom banalen Schnupfen bis zu bösartigen Krankheiten sind wir besser geschützt, denn die Zellmembranen werden stabilisiert und gefestigt.
Die positive Folge: Krankheitserreger können wesentlich schlechter in eine stabile Zelle vordringen.
Aber auch der Stoffwechsel von Eiweiß und Kohlenhydraten wird gesteuert, denn Zink ist auch ein Bauteil des Insulins. Bei Kindern und Jugendlichen sorgt eine gute Zinkversorgung für ein geregeltes Wachstum. Untersuchungen zeigen deutlich: Zwergwüchsigkeit und Entwicklungsstörungen werden oft durch Zinkmangel ausgelöst. Zink ist essentiell für die Synthese unserer Erbsubstanz DNA.

Überhaupt ist Zinkmangel mit 20 – 25% in der Bevölkerung relativ häufig, denn Stress verbraucht Zink, und unausgewogene Ernährung (Fast Food) mit vielen Weißmehlprodukten führt dem Körper wenig zu.
Störungen im gesamten Stoffwechsel, Geschmacks- und Geruchsstörungen, Haarausfall, schuppige und juckende Haut sind die bekannten Folgen, die schon nach relativ kurzer Mangelzeit in Erscheinung treten können. Bei schwangeren Frauen führt Zinkmangel zu erhöhten Abort- und Fehlbildungsraten.

Reichlich Zink ist in Fischen, Fleisch, Milch und Milchprodukten, sowie in Vollgetreide enthalten, allerdings ist die Aufnahme aus den Lebensmitteln sehr unterschiedlich und von vielen Faktoren abhängig. Viel Fett, viel Calcium, bestimmte Bestandteile aus dem Getreide (Phytate) und Kupfer binden Zink fest an sich und verhindern so die Resorption, bestimmte Aminosäuren dagegen verbessern die Aufnahme; deshalb auch die Verwendung von Orotat- und Aspartat-Salze zur Substitution!

Für das Zink gilt ebenso wie für viele andere Spurenelemente: Nur 1-2 % des Gesamtzinks ist im Blut, – hier vor allem in den Erythrozyten -, praktisch kein Zink ist im Blutplasma!


Selen

Vitalstoffe - Selen


Freie Radikale sind aktive, sehr aggressive Bruchstücke von Sauerstoffmolekülen, die bei vielen Stoffwechselvorgängen als kurzlebiges Nebenprodukt anfallen.

Normalerweise ist unser Organismus eingerichtet, diese Bruchstücke schnell und sicher unschädlich zu machen. Bei einem dauernden oder massiv erhöhten Anfall jedoch sind schnell die Grenzen der Kapazität erreicht. Erst dann können die schädlichen Radikale ihre zerstörende Wirkung im Körper beginnen : Zellschädigung und Zellentartung.
Als sicher gilt heute, dass Patienten mit niedrigen Selenwerten anfälliger sind gegen Infektionen, nekrotischen Veränderungen der Leber, Krebs und Erkrankungen der Herzkranzgefäße. Die in China vorkommende Keshan-Krankheit, die sich in teils tödlichen Herzschädigungen, Gelenkentzündungen und häufigen Virusinfekten äußerte, konnte allein durch Selenzugabe zum Trinkwasser vollständig zum Verschwinden gebracht werden.

Das bekannteste selenhaltige Enzym (Biokatalysator) ist die sog. Glutathionperoxidase, die in Verbindung mit 2 weiteren Enzymen, Katalase und Superoxiddismutase (siehe Mangan), die schon erwähnten Freien Radikale entgiftet.
Umweltchemikalien wie Holzschutzmittel, Schwermetalle wie Blei (Trinkwasser) und Quecksilber (Amalgam) werden ebenso über dieses hochempfindliche System verarbeitet und können u.U. so den körpereigenen Selenspiegel reduzieren.
Ferner regelt ein weiteres selenhaltiges Enzym eine normale Schilddrüsenfunktion, die Schilddrüse benötigt neben dem bekannten Jod also auch Selen.

Normalerweise nehmen wir genügend Selen mit der Ernährung zu uns, zum Beispiel mit allen Getreideprodukten. Leider verarmen unsere Ackerböden durch den intensiven Anbau immer weiter, so dass auch in den Getreideprodukten wie Brot immer weniger wertvolles Selen aufzufinden ist.
Fisch, Fleisch, Reis und Knoblauch sind weitere Lieferanten. Seit amerikanische Forscher jedoch den direkten Zusammenhang zwischen Selenmangel und Krebshäufigkeit nachgewiesen haben, empfehlen Mediziner und Ernährungswissenschaftler die zusätzliche Gabe von Selen. Bedenken sollte man jedoch: Schützendes Selen in höheren Dosierungen kann auch giftig werden. Es besitzt eine geringe therapeutische Breite, d.h. positive Wirkungen und schädliche Nebenwirkungen liegen knapp nebeneinander.

Eine unkontrollierte Zufuhr von irgendwelchen Selenpräparaten, ohne exakte Mengenangaben, ohne fachkundige Beratung, sollten Sie im eigenen Interesse unterlassen. Ideal ist die Bestimmung der Selenversorgung mittels einer Haar-Mineral-Analyse.


Kobalt

Vitalstoffe - Kobalt


Kobalt als essentielles Spurenelement ist ein Bestandteil des Vitamin B12-Moleküls Cyanocobalamin und wird nur als solches vom Körper aufgenommen, kann aber auch von unserer Dickdarmbakterienflora hergestellt werden.

Ein Mangel dieses Vitamins äußert sich in Zungenbrennen, Durchfällen, Appetitmangel, Schäden im Nervensystem und führt zu einer schweren Blutarmut.

Kobaltmangel kann bei rein vegetarischer Ernährung auftreten, denn nur Tierprodukte enthalten dieses Spurenelement. Der tägliche Kobaltumsatz liegt zwar nur bei Bruchteilen von Nanogramm, aber das Vitamin B12 beeinflußt eine Eiweißproduktion von 10 bis 50 Gramm pro Tag.

Gute Kobalt- bzw. Vitamin B12 Quellen sind alle Fleischprodukte, hier besonders Leber, Herz, Niere und Hirn, ferner Austern, Fische und einige Käsesorten.





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